Wir verstehen was vom Hören.
Hörakustik Brasgalla
Wattenscheid
Westenfelder Straße 18
44866 Bochum
Tel 0 23 27 - 200 999

Öffnungszeiten:
Mo - Fr von 9:00 Uhr - 18:00 Uhr
Sa 10:00 Uhr - 13:00 Uhr




Hörakustik Brasgalla
Höntrop
Im BoWaMED-Ärztehaus

In der Hönnebecke 80
44869 Bochum
Tel 0 23 27 - 544 68 20

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do von 8:00 Uhr - 13:00 Uhr und 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mi, Fr 8:00 Uhr - 13:00 Uhr
Hörtraining

Als Pro Akustiker liegt uns gutes Hören am Herzen. Deshalb berücksichtigen wir bei unserer Arbeit den gesamten Hörvorgang. Denn Hören ist ein zweistufiger Prozess: Unsere Ohren nehmen Schall auf und verstärken ihn. Im Innenohr wird dieser Schall in Nervenimpulse übersetzt. Diese erste Stufe nennt man peripheres Hören und meint damit das Hörvermögen, das im Hörtest überprüft werden kann. In der zweiten Stufe werden die Nervenimpulse über die zentrale Hörbahn weitergeleitet, vorverarbeitet und gefiltert. Erst in den zentralen Hörzentren des Gehirns werden die angekommenen Informationen bewusst ausgewertet und interpretiert. Das nennt man zentrales Hören und meint damit das Hörverstehen. Das bedeutet, unzählige Nervenzellen sind im Gehirn aktiv, damit wir das, was wir hören, auch verstehen. Lässt das Gehör nach, werden auch die Nervenzellen der Hörbahn nicht mehr ausreichend stimuliert. Sie bilden sich zurück und bauen ihre Verknüpfungen zu benachbarten Nervenzellen ab. Die Reizverarbeitung verschlechtert sich und das Gehirn verlernt, Sprache und Geräusche angemessen zu verarbeiten. Werden die Nervenbahnen wieder gefordert, können sich beeinträchtigte Nervenverknüpfungen wieder aufbauen und optimieren.

Eine Hörminderung vollzieht sich meist langsam. So ist die Hörminderung mit der Zeit zur Hörgewohnheit geworden. Das bedeutet, das Gehirn hat schlichtweg vergessen, wie sich bestimmte Geräusche und Klänge angehört haben und es hat verlernt diese zu verarbeiten. Mit dem Hörsystem verändert sich die gewohnte Hörsituation. Es optimiert das Klangbild so, dass die verbleibenden Haarsinneszellen auf bestimmte Tonhöhen und Frequenzen wieder ansprechen, damit das Gehirn wieder mit vollständigeren Höreindrücken versorgt wird. Klänge, die Sie vorher nicht oder leise gehört haben, werden also durch Ihr Hörsystem verstärkt. Sie hören sie jetzt lauter als vorher und auf eine andere Art und Weise.

Die Hörerinnerung vergleicht das Gehörte mit dem gewohnten Höreindruck und kann die neuen ungewohnten Eindrücke noch nicht verarbeiten. Das Gehirn muss sich erst langsam auf das bessere Hören einstellen. Mit der Zeit und mit gezielten Hörübungen lernt es, die neuen Klänge zu erkennen und zuzuordnen; Sprache wird wieder klarer und deutlicher verstanden.
Hinzu kommt, dass als eine Alarmfunktion unseres Gehirns neue, unbekannte Klänge zunächst in den Vordergrund drängen.

Das bedeutet, dass Geräusche, die Sie über einen längeren Zeitraum nicht wahrgenommen haben, z.B. das Rascheln der Zeitung oder das Ticken der Uhr anfangs als störend erlebt werden können. Denn solche Geräusche stuft unsere zentrale Wahrnehmung zunächst als unbekannt ein und rückt sie in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit, obwohl sie tatsächlich momentan nebensächlich sind. Das Gehirn muss sich erst umstellen, in der neuen Klangvielfalt selektiv zu hören, d.h. das herauszuhören, was wichtig ist und Unwichtiges in den Hintergrund treten zu lassen. Durch gezielte akustische Stimulation unterstützt das Hörtraining die Verarbeitung des neuen Klangbilds und das Verstehen von Sprache in geräuschvoller Umgebung.
So wird Schritt für Schritt der alte verfälschte Höreindruck durch das neue Hören ersetzt.
Trainiert werden:

· Hörerinnerung
· selektives Hören (Wichtiges aus Hintergrundgeräuschen heraushören
· Wahrnehmung und Differenzierung von Alltagsgeräuschen
· ein- und mehrsilbige Wörter verstehen
· Ähnlich klingende Wörter unterscheiden
· Ähnlich klingende Sätze unterscheiden
· Betonungen unterscheiden
· Texte verstehen